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Von 1064 bis 1383  |  Von 1383 bis 1557  |  Von 1557 bis 1910
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Die Burg von Ourem

Wappen der Stadt Ourem
Wappen der Stadt Ourem

Ourem

Die Burg entstand zwischen 1178 und 1180. Dona Theresia, die Tochter von Alfonso Henriques, stattete Ourem mit einer Charta aus, durch die der Ort angesichts der militärischen Bedeutung seiner Burg zu einer der ersten Gemeinden Portugals avancierte.


Die Burg von Ourem erhebt sich hoch über der Stadt und ist nur über einen steilen und schwierigen Weg durch den historischen Stadtteil von Ourem zu erreichen. Der Ort Ourem trug vormals den Namen Abdegas. Einer Legende zufolge steht der heutige Name der Gemeinde in Zusammenhang mit einer Maurin namens Fatima, die sich unsterblich in einen Ritter verliebt hat, zum Christentum übergetreten ist und den Namen Oureana angenommen hat (siehe den Rahmentext weiter unten).

Im Jahr 1136 hat Alfonso Henriques die frühgotische Burg von den Mauren erobert. Die heutige Burg mit ihrer Dreiecksfläche wurde 1178 gebaut.

Ourem   Ourem

Die Burg besteht aus drei Türmen, die eine dreieckige Fläche bilden. Im Zentrum dieser Fläche befindet sich eine große spitzbogige Zisterne, die von einer Quelle versorgt wird.

Der nordwestliche Turm trägt den Namen "Turm der D. Mécia", in Gedenken an den Aufenthalt dieser Königin, Gemahlin des Königs Sancho II.

Im nördlichen Teil der Burg befindet sich der Platz "Terreiro de S. Tiago", in dessen Zentrum die Statue des D. Nuno Alvares Pereira thront, des dritten Grafen von Ourem, der von hier aus zur berühmten Schlacht bei Aljubarrota aufgebrochen sein soll.

Im Süden blickt der Palast des Grafen D. Afonso auf die Burg, gefolgt von zwei imposanten Türmen. Die Architektur des Palastes und der Türme erinnern an die venezianische Architektur und bringen Palast- und Militärfunktion miteinander in Einklang.

Ourem   Ourem   Ourem

Mit dem Anwachsen der Bevölkerung mussten die Festungsmauern erweitert werden, um dem gesamten Ort Schutz zu bieten. Noch heute sind die Tore der Stadt und die Tore von Santarem zu sehen.

Dem Grafen D. Afonso, Enkel des Königs João I., ist die Umgestaltung der Burg in einen Wohnpalast zu verdanken. Derselbe Graf ließ am Eingang der Stadt auch den gotischen Steinbrunnen mit seinem Wappen errichten.

Bei dem Erdbeben von 1755 wurde die Burg teilweise zerstört, wie auch der alte Teil der Stadt.

Die Legende von Fatima

Einer Legende zufolge verdankt der Ort Ourem einer Liebesgeschichte seinen Namen: Im Zuge der Reconquista nahm der spanische Kreuzritter Gonzalo Hermingues die Tochter des mächtigen muslimischen Herrschers von Alacer do Sol gefangen. Die wunderschöne Gefangene hieß Fatima, wie die Tochter Mohammeds.

Gonzalo Hermingues und seine Gefangene verliebten sich bald ineinander und Fatima trat aus freiem Willen zum Katholizismus über. Sie wurde Ouranea getauft (damit wäre die Etymologie des Stadtnamens Ourem geklärt) und es wurde Hochzeit gefeiert.

Leider starb Fatima in der Blüte ihrer Jugend. Der untröstliche Gonzalo Hermingues trat daraufhin als Mönch in das vom Heiligen Bernhard gegründete Zisterzienserkloster von Alcobaça ein.

Bald darauf verfügte die Abtei über eine kleine Priorei in den benachbarten Bergen, wohin Bruder Hermingues entsandt wurde. Er ließ sofort die Überreste seiner geliebten Fatima zu sich holen, weshalb der Ort ihren Namen erhielt und auch heute noch Fatima heißt.


 

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